Vom Füssener Jöchle zur großen Schlicke
22 Kilometer Strecke, rund 2.700 Höhenmeter, viereinhalb Stunden unterwegs und dazu strahlender Sonnenschein mit perfekter Fernsicht. Besser hätten die Bedingungen für unsere erste Tour auf die Große Schlicke kaum sein können. Obwohl wir schon viele Wanderungen im Tannheimer Tal unternommen haben, stand diese Runde bisher noch nie auf unserem Programm. Im Nachhinein fragen wir uns ehrlich gesagt, warum.
Mit dem Rad ging es zunächst nach Grän, wo unsere Tour begann. Um die ersten Höhenmeter etwas entspannter zurückzulegen, nutzten wir die Bergbahn auf das Füssener Jöchle. Schon während der Auffahrt konnten wir die herrliche Aussicht genießen und uns auf das Kommende einstimmen.
Oben angekommen folgten wir zunächst dem Panoramaweg. Die Strecke führte aussichtsreich entlang der Bergflanke und bot immer wieder traumhafte Blicke auf das Tannheimer Tal. An einer Weggabelung hätten wir rechts zur Otto-Mayr-Hütte abbiegen können, die später noch unser Ziel für die Einkehr sein sollte. Stattdessen entschieden wir uns für den linken Weg und damit den T3-Steig zur Großen Schlicke.
Der finale Aufstieg ist zwar nicht besonders lang, verlangt aber dennoch Kondition und Konzentration. Zudem waren an diesem perfekten Bergtag zahlreiche Wanderer unterwegs, sodass auf dem Steig einiges los war. Die Mühe wurde jedoch mehr als belohnt. Am Gipfel angekommen eröffnete sich ein fantastisches Panorama über das gesamte Allgäu. Deutlich zu erkennen waren Füssen, der Forggensee und sogar das weltberühmte Schloss Neuschwanstein. Bei dieser Aussicht fiel die kurze Gipfelpause besonders leicht.
Nach einigen Minuten des Genießens machten wir uns wieder an den Abstieg und nahmen diesmal den Weg zur Otto-Mayr-Hütte. Für uns gehört sie schon seit Jahren zu den schönsten Hütten der Region und ist immer einen Besuch wert. Bei einer gut gekühlten Erfrischung in der Sonne ließen wir den Gipfelerfolg noch einmal Revue passieren und tankten neue Energie für den langen Rückweg.
Anschließend führte uns die Tour über das Hallergehrenjoch weiter. Die herrlichen Wege oberhalb des Haldensees zählen zu den schönsten Abschnitten der gesamten Runde. Immer wieder eröffneten sich neue Ausblicke auf den tiefblauen See und die umliegenden Berge. Auf diesen abwechslungsreichen Pfaden ging es schließlich zurück in Richtung Grän, wo wir nach einer rund 22 Kilometer langen Traumtour wieder ankamen.
FazitDiese Tour hat uns auf ganzer Linie begeistert. Die Mischung aus aussichtsreichen Panoramawegen, dem Gipfelerlebnis auf der Großen Schlicke, der verdienten Rast an unserer Lieblingshütte und dem landschaftlich wunderschönen Rückweg über den Haldensee macht diese Runde zu einem echten Highlight im Tannheimer Tal.
Eine Mega-Tour, die wir mit Sicherheit nicht zum letzten Mal gemacht haben. Wer eine abwechslungsreiche und aussichtsreiche Bergtour sucht, sollte die Große Schlicke unbedingt auf seine Liste setzen.